Chronisch obstruktive BronchitisWas ist eine COPD?

Definition:

  • Als obstruktiv bezeichnet man eine chronische Bronchitis dann, wenn eine fortschreitende Verengung der Bronchien einsetzt. Durch den Einsatz von Medikamenten lässt sich das Fortschreiten der Lungenkrankheit verlangsamen.
  • Die chronisch obstruktive Bronchitis wird zusammen mit anderen Lungenerkrankungen wie dem Lungenemphysem unter dem Kürzel COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) zusammengefasst.

Ursachen – Von der chronischen Bronchitis zur COPD

Bei etwa jedem fünften Patienten entwickelt sich eine chronische Bronchitis im weiteren Verlauf zu einer chronisch obstruktiven Bronchitis. Ursache dieser Entwicklung ist meist eine anhaltende Schadstoffbelastung, die trotz der chronischen Symptomatik nicht abgestellt wird. In etwa 90 % der Fälle ist das Rauchen die Ursache – aber auch eine anhaltende Belastung durch Feinstäube (z. B. am Arbeitsplatz) kann eine Erkrankung bedingen.

Was bedeutet „obstruktiv“? Eine COPD entsteht, wenn zur chronischen Entzündung in den Atemwegen eine Obstruktion hinzutritt. Auf die Atemwege bezogen meint Obstruktion (lat.: obstruere = behindern, stören) eine Verengung der Bronchien. Diese Verengung hat 3 Ursachen:

  1. Die Muskeln der Bronchien verkrampfen zusehends als Reaktion auf die eindringenden Schadstoffe.
  2. Die bronchiale Schleimhaut entzündet sich und schwellt dauerhaft an.
  3. Die Schleimhaut bildet ein immer zäher werdendes Sekret, das sich nur schwer abhusten lässt.
Chronisch obstruktive Bronchitis

Die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) ist eine unheilbare Erkrankung, die mit krankhaften Veränderungen in den Bronchien und den Lungenbläschen einhergeht.

Symptome – So erkennen Sie eine COPD

Zu den typischen Bronchitis-Symptomen tritt im fortgeschrittenen Verlauf einer chronisch obstruktiven Bronchitis Atemnot hinzu. Man spricht auch von den AHA-Symptomen: Auswurf, Husten und Atemnot.

Wenn Atemnot auftritt, ist die Erkrankung meist schon weit fortgeschritten. Zu Beginn einer COPD ist sie meist gar nicht und im fortgeschrittenen Stadium zunächst nur unter Belastung vorhanden.

Einer frühen Diagnose ist dieser schleichende Erkrankungsverlauf abträglich. Diese wäre jedoch wünschenswert, um das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen. Menschen, die chronisch husten und ständig unter verschleimten Bronchien leiden, sollten sich also dringend vom Arzt untersuchen lassen. Rauchern wird generell empfohlen, alle zwei Jahre einen Lungenfunktionstest durchzuführen.

Welche Behandlung hilft?

Die Therapie einer chronisch obstruktiven Bronchitis ist abhängig vom Schweregrad der Erkrankung und der auftretenden Beschwerden.

Dazu stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Das Vermeiden von Risikofaktoren steht an erster Stelle: Für Raucher ist ein Rauch-Stopp die wichtigste Maßnahme. Weitere Risikofaktoren sind lungengängige Schadstoffe, Feinstaub und häufige akute Atemwegsinfektionen.
  • Gegen chronischen Husten und Atemnot kommen verschiedene Medikamente zum Einsatz.
  • Die Atemtherapie mit dem RC-Cornet® PLUS erleichtert das Abhusten bei zäher Verschleimung der Bronchien.
  • Regelmäßige Inhalationen mit isotonischer Kochsalzlösung beugen akuten Infektionen der Atemwege vor.
  • Auch viele Hausmittel eignen sich hervorragend, um die Symptome zu lindern. Hier finden Sie die 5 besten Hausmittel bei akuter Bronchitis.
  • Körperliches Kraft- und Ausdauertraining stärkt die Lungenfunktion und verhindert einen Abbau der Muskelmasse. Für chronische Lungenpatienten gibt es spezielle Lungensportkurse, die von den Krankenkassen übernommen werden.

Weitere Informationen auf leichter-atmen.de: Welche Behandlung hilft bei COPD?

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