Therapie der chronischen Bronchitis

Welche Behandlung hilft bei chronischer Bronchitis?

Die erste und wichtigste Maßnahme der Behandlung einer chronischen Bronchitis ist das Vermeiden von Schadstoffen. Dazu gehören vor allem Zigarettenrauch und Abgase. Die medikamentöse Therapie sowie weitere Maßnahmen hängen vom Schweregrad der Erkrankung ab.

chronische Bronchitis Therapie Die Therapie einer chronischen Bronchitis stimmen Sie am besten mit einem Lungenfacharzt ab. Neben der medikamentösen Therapie sind weitere Maßnahmen wie Sport und Atemtherapie sinnvoll.

Ziel der Therapie ist es, die Symptome der chronischen Bronchitis zu bekämpfen und die Entstehung ernsthafter Folgeerkrankung zu verhindern. Eine sinnvolle Behandlung setzt sich deshalb aus mehreren Bausteinen zusammen.

Vermeiden von Schadstoffen

Bei der chronischen Bronchitis besteht grundsätzlich die Gefahr eines fortschreitenden Verlaufs, wenn die Einleitung der Therapie zu lange ausbleibt. Die Folge kann eine Weiterentwicklung hin zur chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) mit Lungenemphysem sein – einer ernsthaften Lungenkrankheit, die nicht mehr vollständig heilbar ist.

Um diesen Verlauf zu verhindern, ist das Vermeiden der Erkrankungsursache ein wichtiger Schritt für den Erfolg aller therapeutischen Maßnahmen. Weil die häufigste Ursache der chronischen Bronchitis das Rauchen ist, stellt ein Rauch-Stopp eine Voraussetzung für die vollständige Regeneration der Atemwege dar. Anhaltender Tabakkonsum hingegen verringert die Heilungschancen deutlich.

Aber auch andere Faktoren wie Schadstoffe und häufige Infektionen der Atemwege sind der Entstehung und dem Fortschreiten der chronischen Bronchitis förderlich. Generell sollten Patienten der chronischen Bronchitis deshalb alles vermeiden, was den Atemwegen schaden kann.

Atemwegsschädliche Faktoren:

  • schadstoffbelastete Luft
  • Krankheitserreger wie Viren und Bakterien
  • stickige und trockene Luft in beheizten oder klimatisierten Räumen
  • Chemikalien wie sie z.B. oft in Reinigungsmitteln enthalten sind

Medikamentöse Therapie bei chronischer Bronchitis

Je nach Schweregrad und Symptomatik kann eine Reihe von Medikamenten zur Behandlung der chronischen Bronchitis eingesetzt werden:

  • Schleimlösende Mittel mit Wirkstoffen wie Acetylcystein und Ambroxol verflüssigen zähes Sekret in den Atemwegen und erleichtern somit das Abhusten.
  • Nimmt der Auswurf aufgrund von Eiter eine grüne oder gelbliche Färbung an, kann es sich um einen bakteriellen Infekt handeln. In diesem Fall ist eine Behandlung mit Antibiotika angezeigt.
  • Bronchialerweiternde Mittel öffnen die Bronchien und verbessern den Sauerstoffaustausch in den Atemwegen. Sie kommen ab dem frühen Stadium der chronisch obstruktiven Bronchitis zum Einsatz.
  • Entzündungshemmende Mittel, sogenannte Glucocortikosteroide, stoppen entzündliche Prozesse in den Atemwegen. Sie kommen vor allem im fortgeschrittenen Stadium der COPD bei Patienten mit häufigen Krankheitsschüben zum Einsatz.

Nicht-medikamentöse Therapie bei chronischer Bronchitis

Neben der medikamentösen Behandlung der chronischen Bronchitis ist eine Reihe von weiteren Maßnahmen dringend empfehlenswert. Dazu gehören vor allem Maßnahmen im Bereich der sportlichen Betätigung, der (Atem-)Physiotherapie und der Ernährung.

Körperliches Training

Zahlreiche Studien belegen die positiven Effekte von körperlichem Training bei chronischer Bronchitis. Auch wenn sich Betroffene in akuten Phasen der Bronchitis am besten schonen, gilt diese Empfehlung deshalb keineswegs generell: Durch eine Mischung aus Ausdauer- und leichtem Krafttraining, kann die Lungenfunktion gestärkt und dem bei chronisch obstruktiver Bronchitis oft einsetzenden Muskelabbau vorgebeugt werden.

Für Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis stehen zudem spezielle Angebote zur Verfügung, die von den Krankenkassen übernommen werden. Dabei handelt es sich um den sogenannten Lungensport. Hier wird eine sanfte Bewegungstherapie durchgeführt, die auf Lungenpatienten zugeschnitten ist. Außerdem lernen die Patienten Hust- und Atemtechniken, die das Abhusten erleichtern und die Atemkontrolle verbessern.  Sprechen Sie mit Ihrem Lungenfacharzt über eine mögliche Verordnung von Lungensport.

Atemphysiotherapie

Für Patienten mit zäher Bronchialverschleimung eignen sich spezielle Hilfsmittel bei chronischer Bronchitis – sogenannte PEP-Geräte. Das RC-Cornet® z. B. erzeugt physikalische Druckschwankungen, die sich auf die Bronchien übertragen. Dort mobilisieren sie das Sekret und erleichtern den Patienten das Abhusten. Das Training mit den handlichen PEP-Geräten können die Patienten einfach zu Hause durchführen.

 

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Ernährung

Ein wichtiger Faktor im Verlauf einer chronischen Bronchitis ist das Gewicht des Patienten. Über- und Untergewicht kommen häufig vor und begünstigen das Fortschreiten der Lungenkrankheit. Je nach Ausgangslage ist deshalb eine niedrig- bzw. hochkalorische Ernährung sinnvoll.

Behandlung der chronisch-obstruktiven Bronchitis

Im Rahmen der COPD-Behandlung kann zusätzlich zu den genannten Maßnahmen eine Sauerstofftherapie sinnvoll sein. Die permanente Versorgung mit Sauerstoff über ein Sauerstoffgerät erhöht die Leistungsfähigkeit und verbessert die Prognose der Patienten.

Eine weitere Therapieoption besteht in einer Lungenvolumenreduktion, die auf verschiedenen Wegen herbeigeführt werden kann. Für einige wenige Patienten kommt auch eine Lungentransplantation in Frage.

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