Therapie der akuten und chronischen BronchitisWelche Behandlung hilft bei Bronchitis?

Akute Bronchitis: Leichte Beschwerden können Sie zunächst mit sanften Methoden wie Inhalationen und schleimlösenden Mitteln behandeln. Medikamente wie Antibiotika, Kortison und Hustenblocker kommen nur bei schweren oder lang anhaltenden Symptomen zum Einsatz.
Chronische Bronchitis: Die Behandlung einer chronischen Bronchitis setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Dazu gehören medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen. Ein wichtiges Ziel der Therapie ist es, ernsthafte Folgeerkrankungen zu verhindern.

Vermeiden von Risikofaktoren

Ursache einer chronischen Bronchitis ist meist eine anhaltende Schadstoffbelastung der Lunge – vor allem durch Rauchkonsum. Der erste und wichtigste Schritt der Therapie einer chronischen Bronchitis ist deshalb ein Rauch-Stopp bzw. das Meiden bestimmter Risikofaktoren. Ansonsten droht die Entwicklung hin zu einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD) – einer fortschreitenden Lungenkrankheit, die mit einer Verengung der Atemwege einhergeht.

Risikofaktoren für die Lungengesundheit:

  • schadstoffbelastete Luft (Zigarettenrauch, Abgase, Feinstaub)
  • häufige Atemwegsinfektionen
  • stickige und trockene Luft in beheizten oder klimatisierten Räumen
  • Chemikalien wie sie z. B. oft in Reinigungsmitteln enthalten sind

Medikamentöse Therapie bei Bronchitis

Je nach Schweregrad und Symptomatik werden bestimmte Medikamente zur Behandlung der chronischen Bronchitis eingesetzt:

  1. Schleim- und hustenlösende Mittel mit Wirkstoffen wie Acetylcystein, Cineol und Ambroxol verflüssigen zähes Sekret in den Atemwegen und erleichtern somit das Abhusten. Auch Präparate mit pflanzlichen Wirkstoffen wie Myrtol, Thymian und Eukalyptus helfen.
  2. Nimmt der Bronchialschleim eine grüne oder gelbliche Färbung an, kann es sich um einen bakteriellen Infekt handeln. In diesem Fall ist eine Behandlung mit Antibiotika (und evtl. Kortison) angezeigt.
  3. Wenn heftige Hustenattacken auftreten oder ein quälender Reizhusten den Patienten den Schlaf raubt, können Hustenblocker (Antitussiva) z. B. mit dem Wirkstoff Codein helfen. Sie sollten aber spätestens nach einer Woche abgesetzt werden.
  4. Eine chronisch obstruktive Bronchitis wird mithilfe von inhalativen Medikamenten behandelt. Bronchialerweiternde Mittel öffnen die Bronchien und verbessern den Sauerstoffaustausch in den Atemwegen. Kortisonhaltige Mittel wirken abschwellend und hemmen entzündliche Prozesse in den Atemwegen.

Nicht-medikamentöse Therapieformen

Neben der medikamentösen Behandlung der chronischen Bronchitis ist eine Reihe von Maßnahmen empfehlenswert, die das Fortschreiten der Erkrankung verhindern. Hier ist die Eigeninitiative der Betroffenen gefragt.

Infektvorbeugung

Akute Infekte der unteren Atemwege treten bei Patienten mit chronischer Bronchitis oft mit heftigen und hartnäckigen Symptomen auf. Zudem begünstigen sie das Fortschreiten der Erkrankung. Die Infektvorbeugung spielt deshalb eine wichtige Rolle. Dazu gehört z. B. die Befeuchtung der oberen und unteren Atemwege in der kalten Jahreszeit mithilfe regelmäßiger Inhalationen.

Atemtherapie

Für Patienten mit zäher Bronchialverschleimung eignet sich die Anwendung des RC-Cornet® PLUS. Das Atemtherapiegerät erzeugt physikalische Druckschwankungen, die sich auf die Bronchien übertragen. Dort mobilisieren sie das Sekret und erleichtern den Patienten das Abhusten. Das Training mit dem erstattungsfähigen Gerät können die Patienten einfach zu Hause durchführen.

Körperliches Training

Während für den Gesundungsprozess einer akuten Bronchitis körperliche Schonung wichtig ist, gilt bei der chronischen Bronchitis das Gegenteil: Viel Bewegung wirkt dem einsetzenden Verlust der Lungenfunktion entgegen. Sinnvoll ist ein leichtes Ausdauertraining z. B. regelmäßige Spaziergänge, Joggen, Radfahren etc.

Ernährung

Über- und Untergewicht begünstigen das Fortschreiten der chronischen Bronchitis. Vor diesem Hintergrund ist auch die Ernährung der Patienten ein wichtiger Faktor für den Krankheitsverlauf. Je nach Ausgangslage ist daher eine niedrig- bzw. hochkalorische, in jedem Fall aber eine gesunde und ausgewogene Ernährung sinnvoll.

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